Therapie-Optionen | Apotheken-Depesche 1/2019

Zinkversorgung bei ersten Erkältungssymptomen

Bei ersten Erkältungssymptomen nimmt jeder dritte Bundesbürger Zink ein: Plötzlich kratzt der Hals, die Nase beginnt zu laufen und die Glieder werden matt. Bereits bei diesen ersten Symptomen einer Erkältung ergreifen 84 % der Deutschen erste Maßnahmen gegen den nahenden grippalen Infekt. Zu dem Ergebnis kam eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar EMNID. Jeder dritte Befragte nahm bewusst mehr Zink zu sich – Frauen (35 %) noch häufiger als Männer (24 %). Zink ist bekanntlich für ein schlagkräftiges Immunsystem unverzichtbar und kann die Vermehrung von Erkältungsviren hemmen. Eine Unterversorgung mit dem Mikronährstoffkann daher die Abwehrkräfte schwächen und die Infektanfälligkeit erhöhen. Allerdings achtet nur ein Drittel der Zinkanwender darauf, das Spurenelement in Form eines hoch dosierten Zink-Präparats aus der Apotheke zu sich zu nehmen. Zum Ausgleich eines Mangels ist aber eine ausreichend hohe Zink-Dosis erforderlich. Klinische Studien zeigten, dass die Dauer von grippalen Infekten deutlich verringert werden kann, wenn Zink innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einsetzen der ersten Erkältungssymptome in hoher Dosierung eingenommen wird. Die höchstdosierten Zinkpräparate, die in Deutschland rezeptfrei in Apotheken erhältlich sind, enthalten 25 mg Zink pro Tablette (z. B. Zinkorot® 25). Mit dieser Wirkstärke kann ein Mangel effektiv ausgeglichen werden. Rund zwei Drittel der Befragten schonen außerdem ihren Körper, indem sie sich ausruhen und viel schlafen. Ebenfalls zwei von drei Studienteilnehmern versorgen sich vermehrt mit Vitamin C, indem sie beispielsweise mehr Obst essen oder eine heiße Zitrone trinken.

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