| Apotheken-Depesche 7/2005

Reisediarrhö - aktiv vorbeugen, effektiv behandeln

GFI.-Fortbildungskolleg 2005 Apotheken-Depesche und GFI. Gesellschaft für medizinische Information, München, bieten zusätzlich zur gedruckten Wissensvermittlung für Apotheker/Innen und pharmazeutische Mitarbeiter in der Zeitschrift auch "Fortbildung live" an: hochkarätige Vorträge zu einem breiten Themenspektrum, gehalten von ausgewiesenen Fachleuten auf dem jeweiligen Gebiet. Je nach Urlaubsziel ist jeder dritte Reisende von einer Reisediarrhö betroffen, so Dr. G. Hagenhoff, Dortmund, auf einem Fortbildungskolleg in Berlin. Vor allem bei Kindern und Senioren kann eine Reisediarrhö schnell zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Am besten wäre es natürlich, wenn eine Diarrhö erst gar nicht auftritt. Eine erfolgreiche Prophylaxe ist möglich durch das Befolgen der klassischen Regeln "Cook it, peel it or forget it". Da sich jedoch nur ein geringer Prozentsatz der Urlauber konsequent an diese Regeln hält, sollte auch an eine medikamentöse Durchfallprophylaxe gedacht werden. Häufigste Ursache der Reisediarrhö sind en-terotoxische Escherichia coli (ETEC), die ihre Pathogenität durch Bindung an die Darmwand entfalten. Durch die Einnahme der Hefe Saccharomyces boulardii (*z.B. Perenterol®, UCB) kann dieser Pathomechanismus unterbrochen werden. Die ETEC werden irreversibel an die Hefezellen gebunden und dann "ganz normal" aus dem Darm ausgeschieden. Zusätzlich bildet Saccharomyces boulardii antibakteriell wirkende Substanzen und zerstört Bakterientoxine. Mit der prophylaktischen Einnahme von Saccharomyces boulardii sollte bereits fünf Tage vor Reiseantritt begonnen werden. Tritt während des Urlaubs nun doch der Fall der Fälle ein, sollte auf jeden Fall dann ein Arzt aufgesucht werden, wenn es sich bei dem Patienten um einen Säugling oder ein Kleinkind handelt, der Durchfall länger als zwei Tage anhält oder z. B. mit Apathie oder schleimigem, blutigem Stuhl einhergeht. Wichtigste Maßnahme ist der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts, vor allem bei Kindern und älteren Menschen. Antibiotika sind primär bei schwerem und fiebrigem Durchfall sinnvoll. Die Einnahme motilitätshemmender Substanzen wie Loperamid lässt zwar die Symptome rasch verschwinden, doch sollten diese Medikamente nur kurzfris-tig und bei Kindern unter zwölf Jahren ohne vorherigen Arztbesuch überhaupt nicht angewendet werden. Saccharomyces boulardii eignet sich auch zur Therapie einer Reisediarrhö und kann für die ganze Familie angewendet werden.

GFI.-Fortbildungskolleg 2005 Apotheken-Depesche und GFI. Gesellschaft für medizinische Information, München, bieten zusätzlich zur gedruckten Wissensvermittlung für Apotheker/Innen und pharmazeutische Mitarbeiter in der Zeitschrift auch "Fortbildung live" an: hochkarätige Vorträge zu einem breiten Themenspektrum, gehalten von ausgewiesenen Fachleuten auf dem jeweiligen Gebiet. Je nach Urlaubsziel ist jeder dritte Reisende von einer Reisediarrhö betroffen, so Dr. G. Hagenhoff, Dortmund, auf einem Fortbildungskolleg in Berlin. Vor allem bei Kindern und Senioren kann eine Reisediarrhö schnell zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Am besten wäre es natürlich, wenn eine Diarrhö erst gar nicht auftritt. Eine erfolgreiche Prophylaxe ist möglich durch das Befolgen der klassischen Regeln "Cook it, peel it or forget it". Da sich jedoch nur ein geringer Prozentsatz der Urlauber konsequent an diese Regeln hält, sollte auch an eine medikamentöse Durchfallprophylaxe gedacht werden. Häufigste Ursache der Reisediarrhö sind en-terotoxische Escherichia coli (ETEC), die ihre Pathogenität durch Bindung an die Darmwand entfalten. Durch die Einnahme der Hefe Saccharomyces boulardii (*z.B. Perenterol®, UCB) kann dieser Pathomechanismus unterbrochen werden. Die ETEC werden irreversibel an die Hefezellen gebunden und dann "ganz normal" aus dem Darm ausgeschieden. Zusätzlich bildet Saccharomyces boulardii antibakteriell wirkende Substanzen und zerstört Bakterientoxine. Mit der prophylaktischen Einnahme von Saccharomyces boulardii sollte bereits fünf Tage vor Reiseantritt begonnen werden. Tritt während des Urlaubs nun doch der Fall der Fälle ein, sollte auf jeden Fall dann ein Arzt aufgesucht werden, wenn es sich bei dem Patienten um einen Säugling oder ein Kleinkind handelt, der Durchfall länger als zwei Tage anhält oder z. B. mit Apathie oder schleimigem, blutigem Stuhl einhergeht. Wichtigste Maßnahme ist der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts, vor allem bei Kindern und älteren Menschen. Antibiotika sind primär bei schwerem und fiebrigem Durchfall sinnvoll. Die Einnahme motilitätshemmender Substanzen wie Loperamid lässt zwar die Symptome rasch verschwinden, doch sollten diese Medikamente nur kurzfris-tig und bei Kindern unter zwölf Jahren ohne vorherigen Arztbesuch überhaupt nicht angewendet werden. Saccharomyces boulardii eignet sich auch zur Therapie einer Reisediarrhö und kann für die ganze Familie angewendet werden.


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