Neue Spielart von Pityriasis versicolor | Apotheken-Depesche 9/2006

Hyperkeratotische Malassezia-Dermatose

In Europa befällt die Pityriasis versicolor meist Heranwachsende und junge Erwachsene. Gesicht und Kopfhaut sind üblicherweise nicht betroffen.

Ein 26 Jahre alter Mann litt seit mehreren Monaten an schuppenden, hyperkeratotischen Hautveränderungen an der Stirn. Bei der Suche nach dem Erreger fand man Malassezia globosa und M. sympodialis.

Die Therapie gestaltete sich schwierig: Orale Gaben von Ketoconazol sowie die lokale Applikation von Oxinazol über viele Monate waren erforderlich, bevor nach drei Jahren die komplette Remission konstatiert werden konnte. Beim zweiten Fall handelte es sich um eine 42-jährige Frau. Sie litt an schuppigen, hyperkeratotischen Hautveränderungen an Stirn, Wangen, Hals sowie den Grenzzonen zur Kopfhaut. Auch hier wurde M. globosa nachgewiesen. Ketoconazol oral und topisch wurden verabreicht, außerdem 1%ige Salizylsäure als Schälkur. Nach einem Monat war die Patienten beschwerdefrei, allerdings trat ein Jahr später ein Rezidiv auf. Ein weiteres Rezidiv konnte mittels vorbeugender, gepulster topischer Gabe von Ketoconazol verhindert werden. (JW)


Quelle: Boralevi, F: Hyperkeratotic head and neck malassezia dermatosis, Zeitschrift: DERMATOLOGY, Ausgabe 212 (2006), Seiten: 36-40

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