Parkinson-Syndrom | Apotheken-Depesche 3/2004

Frühdiagnose durch Riechtest

Obwohl das olfaktorische Defizit bei Morbus Parkinson seit langem bekannt ist, wurde das Riechvermögen von Patienten erst in den letzten Jahren näher untersucht. Der Riechverlust scheint ein frühes Kardinalsymptom zu sein.

Erste Untersuchungen mit standardisierten, validierten Riechtests deckten einen signifikanten Riechverlust bei Parkinson-Patienten auf. Die Riechstörungen treten schon in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung auf und nehmen im weiteren Verlauf deutlich zu. Die Ursache der Riechstörungen bei Parkinson-Patienten liegt wahrscheinlich auf genetischer Ebene. Es gibt Hinweise, dass Riechstörungen vor den motorischen Symptomen auftreten, ob sie Parkinson-Erstsymptome darstellen, ist noch nicht vollständig geklärt. (GW)


Quelle: Müller, A: Riechstörungen - ein frühes Kardialsymptom der idiopathischen Parkinson-Syndroms, Zeitschrift: AKTUELLE NEUROLOGIE, Ausgabe 30 (2003), Seiten: 239-243

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