Apotheken-Depesche 4/2017

Mit guten Essgewohnheiten Typ-2-Diabetes vorbeugen

Gesundes Frühstück und Pausenbrot

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass häufiges Auslassen der Morgenmahlzeit die Entstehung von Übergewicht fördert, was wiederum die Entwicklung von Typ-2-Diabetes begünstigen kann.

„Kinder und Jugendliche, die regelmäßig mit einer ausgewogenen Morgenmahlzeit in den Tag starten, weisen insgesamt einen gesünderen Lebensstil auf und sind leistungsfähiger“, erklärt der Diabetologe Dr. Jens Kröger, Hamburg. Immer weniger Kinder nehmen sich jedoch am Morgen vor der Schule Zeit für ein ausgewogenes und gesundes Frühstück. Laut HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children Study 2016) verringert sich zudem der Anteil der Kinder, die täglich frühstücken, mit fortschreitendem Alter: Während bei den Elfjährigen noch 68% der Mädchen und 72% der Jungen frühstücken, sind es bei den 15-Jährigen nur noch 52 bzw. 59%.
Doch die richtige Ernährung gerade zu Beginn eines Tages schafft optimale Voraussetzungen für das Lernen, die Konzentrationsfähigkeit sowie die Informationsaufnahme und -wiedergabe. „Für die erste Mahlzeit am Tag eignen sich besonders Vollgetreideprodukte und knackiges Gemüse oder frisches Obst und ungesüßte Milchprodukte“, so Kröger. Sie führen durch einen langsamen und länger andauernden Anstieg des Blutzuckers zu einer besseren Gedächtnisleistung und Reaktion. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel tritt auf, wenn Kinder vor der Schule und in den Pausen entweder gar nichts essen oder z. B. nur Weißmehlprodukte und Süßigkeiten verzehren. Diese sind kohlenhydratreich und ballaststoffarm, lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen, aber ebenso schnell wieder sinken. Die Folge ist mangelnde Leistungsfähigkeit. „Das kindliche Gehirn benötigt jedoch konstant Energie, um einen ganzen Schulalltag zu bewältigen“, so Kröger. „Außerdem bilden sich genau in diesem Alter auch die langfristigen Essgewohnheiten, die für die spätere Gesunderhaltung so wichtig sind“, betont der Diabetologe.

Gut zu wissen

Mit Limo zum Herztod
Koffeinhaltige Energydrinks sind eine Gefahr für Menschen mit familiärem Long-QTSyndrom, warnen australische Forscher. In einer randomisierten Cross-over-Studie beobachteten sie einen Blutdruckanstieg und bei drei von 24 Probanden mit Long-QT-Syndrom gefährliche QT-Zeit-Verlängerungen nach Konsum eines Energydrinks.
 
Booster fürs Babyhirn
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