Apotheken-Depesche 4/2017

Infektionen

Damit aus der Mücke kein Elefant wird

Malaria ist eine der weltweit schwerwiegendsten Infektionskrankheiten. Besonders gravierend ist die Verlaufsform Malaria tropica, die sich v. a. durch Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfälle äußert. Durch das fehlende Wechselfieber wird die Infektion häufig mit einer Grippe verwechselt. Dies verzögert die nötige Behandlung und es kann zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Neben einem äußeren Mückenschutz durch Kleidung oder Sprays kann es je nach Reiseziel nötig sein, präventiv ein Malariamedikament einzunehmen. Bei Malaria tropica kommt hier u. a. die Kombination von Atovaquon/Proguanilhydrochlorid zum Einsatz. Atovaquon/ Proguanil-HCl Glenmark – der Marktführer – wird v. a. zur Prophylaxe gegen Plasmodium falciparum eingesetzt, wenn Resistenzen gegenüber anderen Malariapräparaten bestehen können. Denn es wirkt sowohl gegen arzneimittelempfindliche als auch gegen gewöhnlich arzneimittelresistente Stämme.
Das Präparat ist gut verträglich, benötigt keine besondere Lagerung und kann auch kurzfristig vor einem Last Minute-Urlaub angesetzt werden. Dies kann eine gute Adhärenz begünstigen und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion senken. Die drei Packungsgrößen mit 12, 24 und 36 Filmtabletten bieten mehr Variabilität auch auf längeren Reisen.




ICD-Codes: B50.0

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