Apotheken-Depesche 11/2011

Wechseljahresbeschwerden

Steigt bei Hitzewallungen der Blutdruck?

Die Hypertonie gehört zu den wichtigs­ten kardiovaskulären Risikofaktoren – auch bei Frauen. Es ist daher von Interesse, ob ein Zusammenhang zwischen Blutdruck und perimenopausalen vasomotorischen Symptomen besteht.

Eine Aktivierung des Sympathikotonus hat sowohl etwas mit Hitzewallungen als auch mit Hypertonie zu tun. Frauen in den Wechseljahren mit vasomotorischen Beschwerden könnten daher vermehrt kardiovaskulär gefährdet sein. In Finnland suchte man nach Klarheit mit Hilfe von 147 gesunden, normotensiven Frauen, bei denen die Menopause vor kurzem eingesetzt hatte und die teils an keinen Hitzewallungen, teils an mehr oder weniger ausgeprägten Beschwerden litten. Man bestimmte kontinuierlich für 24 Stunden Blutdruck und Herzfrequenz.

Zwischen Hitzewallungen und Blutdruck am Tag oder in der Nacht, nächtlichem Dipping oder Herzfrequenz zeigte sich generell kein Zusammenhang. Allerdings gingen schwere Hitzewallungen in der Nacht mit erhöhten Werten von systolischem und dias­tolischem Blutdruck sowie der Herzfrequenz einher. Diese Episoden waren aber kurz und wirkten sich nicht signifikant auf die mittleren Werte aus. Daher bleibt es offen, ob diese Korrelationen klinische Relevanz im Sinne einer Erhöhung des kardiovaskulären Risikos haben. WE


Quelle: Tuomikoski, P: Vasomotor hot flushes and 24-hour ambulatory blood pressure in normotensive women: A placebo-controlled trial on post-menopausal hormone therapy., Zeitschrift: ANNALS OF MEDICINE, Ausgabe 42 (2010), Seiten: 216-222


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