Gewichtsschwankungen | Apotheken-Depesche 10/2007

Nach Cycling droht Spitzensportlern Adipositas

Personen, die sich immer wieder Diäten unterziehen oder Sportarten mit verschiedenen Gewichtsklassen ausüben, leben meist mit stärkeren Gewichtsschwankungen. Wie sich das langfristig auswirkt, untersuchte man in Finnland.

Probanden waren 1838 männliche Spitzensportler, darunter 370 mit Sportarten, die in unterschiedlichen Gewichtsklassen ausgeübt werden (Boxer, Gewichtheber, Ringer), so genannte Weight Cyclers, und 834 Kontrollen ohne sportlichen Hintergrund. Alle erhielten in den Jahren 1985, 1995 und 2001 einen Fragebogen.

Weight Cyclers nahmen bis zu ihrem maximalen Gewicht, das sie mit durchschnittlich 58,7 Jahren erreichten, um 5,2 BMI-Einheiten zu. Bei den Kontrollen waren es 4,2, bei den übrigen Sportlern 3,3 BMI-Einheiten.

Der Anteil an Adipösen (BMI ab 30 kg/m²) lag bei den Weight Cyclern sowohl 1985 als auch 1995 am höchsten. 2001 waren sie immer noch häufiger adipös als die übrigen Sportler, unterschieden sich aber in dieser Hinsicht nicht mehr von den Kontrollen. (EH)


Quelle: Saarni, SE: Weight cycling of athletes and subsequent weight gain in middleage, Zeitschrift: INTERNATIONAL JOURNAL OF OBESITY, Ausgabe 30 (2006), Seiten: 1639-1644

Das könnte Sie auch interessieren

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.