Diabetes Typ 2 | Apotheken-Depesche 7/2010

Magnesium bessert Insulinresistenz

In einer plazebokontrollierten, randomisierten Doppelblind-Studie wurde geprüft, ob die Supplementierung von Magnesium (in Form von Magnesiumaspartat-Hydro­chlorid) die Insulinresistenz bei Patienten mit metabolischem Syndrom verbessern kann.

Die übergewichtigen (BMI > 25 kg/m2) Studienteilnehmer (n = 52) wiesen zu Studienbeginn eine Insulinresistenz, jedoch keinen manifesten Diabetes auf. Sie wurden im Rahmen der Studie über sechs Monate mit 3 x 121,5 mg Magnesium/d (n = 2 7) oder Plazebo (n = 25) behandelt.

Nach sechs Monaten hatten sich alle drei Parameter für die Insulinresistenz (HOMA-Index, Matsuda-Index und Gutt-Index) verbessert. Für den HOMA- und den Matsuda-Index waren die Unterschiede signifikant. Die Studienteilnehmer wiesen keine Hypomagnesiämie auf, sondern beide Gruppen lagen mit 0,89 mmol/l im Referenzbreich des Serum-Magnesiumspiegels (0,76 bis 1,1 mmol/l). In der Magnesiumgruppe erhöhte sich der Serumspiegel auf 0,92 mmol/l, in der Plazebogruppe blieb er unverändert.

Die Autoren ziehen aus der Untersuchung den Schluss, dass die orale Gabe von Magnesium über die Verbesserung der Insulinresistenz die Manifestation eines Diabetes hinauszögern kann und schlagen vor, bei Patienten mit einem metabolischen Syndrom rechtzeitig mit Magnesium zu supplementieren. MW


Das könnte Sie auch interessieren

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.