Osteoporose | Apotheken-Depesche 5/2004

Gefahr für Radrennfahrer

Körperliche Aktivität stärkt den Knochen. Intensives Radrennfahren soll aber gar nicht so gut sein für die Stabilität des Skeletts, so eine Studie.

Man hatte bei 27 älteren und 16 jüngeren Radrennfahrern sowie bei 24 altersentsprechenden Kontrollen regionale und gesamte Knochendichte gemessen. Die älteren Radprofis hatten mindestens zehn Jahre lang auf dem Rad trainiert und waren Rennen gefahren, hatten aber keinen Kraftsport betrieben. Auch die jungen Radfahrer hatten eine lange Radrenn-Praxis, aber nur wenig Kraftsporterfahrung. Die Kontrollen waren normal aktiv. Die mittels DXA erfasste Knochendichte an LWS und Hüfte war bei den älteren Radrennfahrern signifikant niedriger als bei den jüngeren und den Kontrollen. Auch die Gesamtkörper-Knochendichte lag bei den älteren Radrennfahrern unter denen der jüngeren. 15% der älteren Profi-Radler, aber keiner aus den beiden anderen Gruppen, wiesen an Wirbelsäule und / oder Hüfte T-Scores unter - 2,5 auf. Krafttraining in jungen Jahren hatte keinen Einfluss auf die Knochendichte. Fazit: Radrennfahrer, die ausschließlich diesen Sport betreiben, haben eine geringere Knochendichte als ihre Altersgenossen. Zusätzliches osteogenes Training und ausreichend Kalzium plus Vitamin D werden empfohlen. (EH)


Quelle: Nichols, JF: Low bone mineral density in highly trained male master cyclists, Zeitschrift: OSTEOPOROSIS INTERNATIONAL, Ausgabe 14 (2003), Seiten: 644-649

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