Schlaflos in Deutschland | Apotheken-Depesche 9/2000

Bewährte Substanz in neuer Galenik

Schlafstörung ist ein in Deutschland weit verbreitetes Krankheitsbild, das oftmals unzureichend medikamentös behandelt wird. Nach den neuesten Repräsentativ-Erhebungen der Universität Göttingen sind 4% bis 6% der Bevölkerung an einer schweren, behandlungsbedürftigen Insomnie erkrankt. Zumeist als Folge der nächtlichen Schlafstörung klagen 2 bis 3% der Deutschen über ausgeprägte Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie).

Vor den möglichen Folgen der Insomie warnt auch die WHO, denn schlafgestörte Menschen haben ein fünffach höheres Risiko, einen schweren Unfall im Beruf, zu Hause oder im Verkehr zu erleiden als Schlafgesunde. Ihre Lebensqualität ist reduziert und sie entwickeln häufiger eine psychische Erkrankung. Trotzdem hat über die Hälfte der Insomiepatienten, die unter Ein- oder Durchschlafstörungen leiden, noch nie eine Schlaftablette eingenommen. Wie eine Schlafstörung therapiert werden sollte, hängt wesentlich von der Diagnose ab. Häufig treten Schlafstörungen im Rahmen psychiatrischer Krankheiten, psychischer Belastungssituationen oder Schmerzzuständen auf. Wo immer möglich, sollten zunächst die Ursachen behandelt werden. Ist dies nicht möglich, ist der Einsatz von Schlafmitteln gerechtfertigt. Sowohl in zahlreichen klinischen Studien als auch in jahrelanger Erprobung haben sich dafür die beiden H1-Antihistaminika Diphenhydramin und Doxylamin bewährt. Diese Substanzen sind gut wirksam und haben ein günstiges Nebenwirkungsprofil, insbesondere lösen sie bei sachgemäßer Anwendung kein Hang-over aus. In Deutschland liegt der Wirkstoff Diphenhydramin nun in einer neuen galenischen Form, einer anwenderfreundlichen Weichgelkapsel vor. Seine Bewährungsprobe hat dieses Präparat bereits bestanden. In Kanada und den USA gehört es zu den führenden Selbstmedikations-Präparaten zur Behandlung von Schlafstörungen. (JP)


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