Nachrichten

Mal-de-Débarquement-Syndrom
Streifentapete gegen „Landkrankheit"

Von einem Mal-de-Débarquement-Syndrom (MdDS) spricht man, wenn nach einer Seereise das Gefühl nicht aufhört, auch an Land noch zu schwanken („Landkrankheit“). Nun hat eine Arbeitsgruppe in New York eine vor wenigen Jahren entwickelte Therapie erstmals an einer größeren Patientenzahl über längere Zeit untersucht.

Quelle: Dai M et al.: Treatment of the Mal de Debarquement- Syndrome: A 1-Year Follow-up. Front Neurol 2017: 8; 175

Pythotherapie
Efeuextrakt bei Atemwegsinfekten

Eine effektive und gute Therapieoption zur Behandlung von Husten, der akute Atemwegsinfekte begleitet, sind rationale Arzneimittel auf pflanzlicher Basis. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Efeu-Spezial-Extraktes EA 575® – enthalten in den Hustenarzneimitteln von Prospan® &...

Weihnachtsgans, Zimtsterne und Punsch
Festtagsschlemmerei begünstigt säurebedingte Magenbeschwerden

Akute Auslöser von säurebedingten Magenbeschwerden sind häufig zu üppige oder zu hastig verzehrte Mahlzeiten, Stress und übermäßiger Genuss von Alkohol und Nikotin. Wir haben im Folgenden wichtige Aspekte für das Beratungsgespräch bei Sodbrennen und Co. für Sie zusammengestellt.

Erfreuliche Entwicklung
Zahl der Antibiotika-Verordnungen bleibt konstant niedrig

Öffentliche Apotheken gaben 2016 vergleichbar häufig Antibiotika wie in den Vorjahren ab. Es waren rund 12,6 definierte Tagesdosen pro 1000 Versicherte und Tag (dose per 1.000 inhabitants per day, DID) an oralen Antibiotika zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung. Das entspricht etwa dem Wert der Vorjahre.

Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Landesapothekerkammer vom 17. November 2017

Kochsalz
Selbstkochen reduziert Na-Aufnahme nicht

Ein aktueller Bericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zeigt, dass Selbstkochen – anders als angenommen – nicht zu einer geringeren Natriumzufuhr führt.

Quelle: Pressemitteilung der Dt. Gesellschaft für Ernährung vom 7.11. 2017

Real-World-Evidenz bestätigt
Weniger Hypos unter Insulin glargin 300 E/ml

Die Ergebnisse von DELIVER 2 zeigen an einem breit gefächerten Patientenkollektiv mit Typ-2-Diabetes die effektive HbA1c-Senkung von Insulin glargin 300 E/ ml und das geringere Hypoglykämierisiko im Vergleich zu anderen Basalinsulinen.

Quelle: Fachpresse-Workshop: „Diabetes to Go – Basal- und Mahlzeiteninsuline: Aktuelles, Studien und Trends“, Eppstein-Bremthal, 7. 11.2017; Veranstalter: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH Insulin glargin 300 E/ml: Toujeo®

Kosmetik
Neue Handcremes von Dermasel®

Zwei neue Handcremes erweitern ab sofort das apothekenexklusive DermaSel® Sortiment und bieten sowohl für die feuchtigkeitsarme, als auch für die trockene Haut beanspruchter Hände die passende Pflege: die Totes Meer Mineralien Repair Handcreme mit Arganöl und Sheabutter sowie...

Aktionen
Orifarm unterstützt förderwürdige Projekte

Auch in 2017 engagierte sich Orifarm wieder sozial in einer neuen Runde der erfolgreichen „Aktion Teilkraft“. Am 9. November fand die Verlosung mit anschließender Preisverleihung in Leverkusen statt. Über die drei Hauptförderpreise freuten sich: die Lebenshilfe Frankfurt ...

Homöopathie
Natürliche Arzneimittel bei Erkältungen

Die natürlichen Inhaltsstoffe von Gripp Heel® in tiefen homöopathischen Potenzen haben einen phytotherapeutischen Wirkanteil und ermöglichen daher eine schnelle und gezielt auf die körperlichen Symptome gerichtete Wirkung, erklärt die Heilpraktikerin Nicolette Proscha. ...

Therapieoptionen
Dauerbrenner Harnwegsinfekt

Akute Zystitiden mit ihren belastenden Beschwerden sind eine häufige Diagnose, die oft eine Antibiotikaverordnung nach sich zieht. Bei der Therapie von unkomplizierten Zystitiden kommt es jedoch zum Umdenken. So lasse es die Evidenzlage laut aktueller Leitlinie zur Behandlung von ...

Technik
MoCa-Eventreihe von Pharmatechnik

Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe Certified Partner von Pharmatechnik wurde im Sommer 2017 fortgesetzt: Um nicht nur bestehende Kunden mit Certified Partner weiter zu begeistern, wurde dabei der Kreis um Kunden erweitert, die noch keinen Certified Partner haben. An allen 14 Pharmatechnik ...

Multiple Sklerose
CAVE: Leberschäden nach Kortikosteroid-Puls

Hochdosiertes Methylprednisolon i.v. (IVMP) über einen Zeitraum von drei bis fünf Tagen ist die Standardtherapie eines akuten Schubs bei Multipler Sklerose. Jetzt berichten spanische Neurologen von drei Fällen einer schweren Hepatotoxizität – und machen Vorschläge für das Management dieser vielleicht doch nicht so seltenen Komplikation.

Quelle: Hidalgo de la Cruz M et al.: Hepatotoxicity after high-dose intravenous methylprednisolone in multiple sclerosis patients. Clin Case Rep 2017; 5(8): 1210-12

Azathioprin, Mitoxantron, Cyclophosphamid
CAVE: Krebsrisiko unter Immunsuppressiva

Die Studienlage ist uneinheitlich: Entwickeln MS-Patienten gehäuft maligne Neubildungen oder nicht? Und hat die Behandlung, besonders mit klassischen Immunsuppressiva, auf das Krebsrisiko einen Einfluss? Diese Zusammenhänge wurden jetzt in einer großen italienischen Kohortenstudie untersucht.

Quelle: Ragonese P et el.: Association between MS BMC Neurol 2017; 17(1): 155; doi: 10.1186/s12883-017-0932-0]

Depressive Patienten
Kognitive Defizite und Suizidalität

Die bislang ungeklärten Zusammenhänge zwischen kognitiven Beeinträchtigungen und Suizidgedanken bei Patienten mit Major Depression wurden jetzt untersucht.

Quelle: Pu S et al.: Association between cognitive deficits and suicidal ideation in patients with major depressive disorder. Sci Rep 2017; 7(1): 11637 [Epub 14. Sept.; doi: 10.1038/s41598-017-12142-8]

Episodische Migräne
Komorbide Schmerzen sprechen für spätere Kopfschmerz-Chronifizierung

Migräne-Patienten haben eine hohe Komorbidität an anderen Schmerzbildern. Tragen diese zum Übergang von einer episodischen zu einer chronischen Migräne bei? Dieser Frage gingen US-Forscher anhand der großen Chronic Migraine Epidemiology and Outcomes Study (CaMEO) nach.

Quelle: Scher AI et al.: Comorbid pain and migraine chronicity: the Chronic Migraine Epidemiology and Outcomes Study. Neurology 2017; 89(5): 461-68

Cross-over-Studie
Antidepressiva-Augmentation mit Magnesium

Nach Hinweisen aus kleinen Studien wurde nun in einem offenen Cross-over-Design getestet, ob eine verträgliche und wirksame Augmentation von Antidepressiva mit Magnesium- OTC-Präparaten möglich ist.

Quelle: Tarleton EK et al: Role of magnesium supplementation in the treatment of depression: A randomized clinical trial. PLoS One 2017; 12(6): e0180067 [Epub 27. Juni; doi: 10.1371/journal.pone.0180067]

Stamm-Adipositas und andere ...
Vorboten für Gebrechlichkeit

Diabetes ist als Risikofaktor für spätere Altersgebrechlichkeit bereits bekannt. Das Risiko erhöht sich aber bereits bei Vorliegen von metabolischem Syndrom und Insulinresistenz. Das ergab eine aktuelle Auswertung bei Über-60-Jährigen.

Quelle: Pérez-Tasigchana RF et al.: Metabolic syndrome and insulin resistance are associated with frailty in older adults: a prospective cohort study. Age Ageing 2017; 146(5): 807-12

Protonenpumpenhemmer (PPI)
Wie sicher ist die Langzeittherapie?

PPI werden sehr häufig auch als Dauermedikation verordnet. Sie sind zwar gut verträglich, doch bei einer Langzeittherapie müssen gewisse Risiken bedacht werden.

Quelle: Abramowicz M et al.: From ... safety of long-term PPI use. JAMA 2017; 318: 1177-8

Weniger Frieren – mehr Fett
Klimawandel führt zu mehr Diabetes

Kälte hilft bei der Fettverbrennung und trägt auch zu einer verbesserten Insulinresistenz bei. Tatsächlich ist der Effekt groß genug, dass die weltweite Klimaerwärmung einen messbaren Beitrag zur steigenden Diabetes-Prävalenz leistet.

Quelle: Blauw LL et al.: Diabetes incidence and glucose intolerance prevalence increase with higher ... BMJ Open Diabetes Res Care 2017; 5:e000317

Chronischer Schwindel
Gleichgewichtsübungen statt Medikamente

Patienten von chronischen Schwindelsymptomen zu befreien, ist oft eine Herausforderung. In den meisten Fällen greift der Allgemeinarzt für die Behandlung off-label zu dem Antivertiginosum Betahistin. Dies sollte sich einer aktuellen Studie zufolge aber ändern, denn viel mehr Evidenz gibt es für die vestibuläre Rehabilitation. Nicht umsonst wird diese auch von mehreren Fachgesellschaften zur Therapie des chronischen Schwindels empfohlen.

Quelle: Van Vugt VA et al.: Chronic vertigo: treat with exercise, not drugs. BMJ 2017; 358: j3727

GFI Der Medizin-Verlag

Anschrift

GFI. Gesellschaft für medizinische Information mbH
Paul-Wassermann-Straße 15
81829 München

Telefon: +49 89 4366300
Fax: +49 89 436630210
E-Mail: info@gfi-online.de

Copyright © 2018, GFI | AGB | Sicherheit und Datenschutz | Impressum