Apotheken-Depesche 4/2008

Alternative zur topischen Antibiotikatherapie

Antibiotikafreie Salbe gegen infizierte Wunden

Die lokale Anwendung von Antibiotika bei bakteriell infizierten Hautläsionen führt zu einer verstärkten Allergieentwicklung und einer schnelleren Verbreitung von Antibiotikaresistenzen. Eine echte Alternative stellt hier eine seit Jahrzehnten bewährte Salbe dar, die Pyolysin Kulturfiltrat, Salizylsäure und Zinkoxid enthält.

Als besonders häufige Erreger von Hautinfektionen gelten Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus und epidermidis, Escherichia coli sowie Propionibakterien. Für das Abheilen einer von diesen Erregern besiedelten Wunde spielen die Bekämpfung der infektiösen Erreger, die Stärkung der immunologischen Abwehr im Wundbereich und die Beschleunigung der Wundheilungsprozesse eine entscheidende Rolle, so Prof. Dr. Reinhard Weidhase, Bernburg. Neben lokalen Antibiotika, die zur Resistenzentwicklung beitragen, können auch Benzoylperoxid oder Jod-Präparate eingesetzt werden. Letztere weisen jedoch häufig den Nachteil einer eingeschränkten Verträglichkeit auf.

Seit Jahrzehnten bewährt hat sich dagegen eine Salbe mit einem speziellen bakteriellen Kulturfiltrat (Staphylokokken-, Streptokokken-, Enterokokken-, Escherichia coli- und Pseudomonas-aeruginosa-Bouillon-Kulturen) sowie Zinkoxid und Salizylsäure. Diese Kombination stärkt die Abwehrkräfte im Wundbereich, fördert die Wundheilung und hemmt das Bakterienwachstum.

Multizentrische Studien zur klinischen Wirksamkeit zeigten, dass vor allem bei Pyodermien unterschiedlicher Genese die Salbe gut geeignet ist. Spezielle Indikationen sind Impetigo, Follikulitis, Akne (nicht alle Formen), Dekubitus und Ulcus cruris. Die Salbe wird gut vertragen und kann auch bei offenen Wunden schmerzfrei aufgetragen werden. Auch nach jahrzehntelanger Anwendung sind keine Resistenzen bekannt geworden. (GS)




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Serumwerk Bernburg AG
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