Schmerz

Begleitsymptome der Migräne
Individuelle und ökonomische Belastungen durch Übelkeit und Erbrechen

Neben Photo- und Phonophobie sind Übelkeit und Erbrechen sehr häufige Begleitsymptome von Migräne-Attacken. Wie stark sind die Belastungen der Patienten wirklich? Die individuellen und auch die ökonomischen Folgen wurden jetzt in den USA an einer großen Zahl von Migräne-Patienten untersucht.

Quelle: Gajria K et al.: Humanistic and economic burden of nausea and vomiting among migraine sufferers. J Pain Res 2017; 10: 689-98

Analgesie bei kardialem Risiko
Selektives NSAR (etwas) sicherer

Gastrointestinale Blutungen sind in den USA der häufigste Anlass für Klinikeinweisungen mit gastrointestinaler Indikation. Das Risiko dafür ist besonders hoch, wenn Acetylsalicylsäure (ASS) und ein NSAR kombiniert werden.

Quelle: Chan FKL et al.: Gastrointestinal safety of celecoxib versus naproxen in patients with cardiothrombotic diseases .... Lancet 2017; 389: 2375-82

Chronische Rückenschmerzen
Welche Trainingsform eignet sich am besten?

Patienten mit chronischen Rückenschmerzen bewegen sich aus Angst vor Schmerzen zu wenig. Die Folgen: Muskelatrophie. Krafttraining stärkt dagegen die Muskeln und lindert die Rückenschmerzen. Auch Gehen reduziert Rückenschmerzen. Doch welches Training ist besser: Krafttraining oder eine Kombination aus Kraft- und Gehtraining?

Quelle: Lee JS, Kang SJ.: The effects of strength exercise and walking ... J Exerc Rehab 2016; 12: 463-70

Wie Ascorbinsäure wirkt
Vitamin C als Analgetikum

Dass Vitamin C eine Rolle bei der Schmerzentstehung spielen könnte, leitete man schon vor vielen Jahren aus der Tatsache ab, dass Skorbut-Patienten unter heftigen muskuloskelettalen Schmerzen leiden. Bis heute konnten zahlreiche Studien nachweisen, dass Vitamin C bei unterschiedlichen Schmerztypen effektiv schmerzlindernd wirkt.

Quelle: Carr AC, McCall C: The role of vitamin c in the treatment of pain ... J Transl Med 2017; 15:77

Neu
Doloplant® bei Muskelund Gelenkschmerzen

Doloplant®, ein neues Topikum gegen Schmerz, kann durch seine Kombination aus Pfefferminz-, Eukalyptus- und Rosmarinöl mit deren Effekten Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und Entspannung dazu beitragen, dass Betroffene schneller wieder in Bewegung kommen. Pfefferminzöl mit ...

Hitze schmerzt nicht überall gleich
Hand und Rücken besonders empfindlich

Wie stark ein Schmerzreiz empfunden wird, variiert von Mensch zu Mensch, je nach Alter und je nach Geschlecht. Darüber hinaus hängt die Schmerzempfindung von der betroffenen Körperregion ab.

Quelle: Tracy LM et al.: Location, location, location: variation in sensitivity to pain across the body. Eur J Pain 2016; 20: 1721-9

Phytotherapie
Schmerzcreme mit ätherischen Ölen

Die neue Trommsdorff® Schmerzcreme mit Pfefferminz-, Eukalyptus- und Rosmarinöl eignen sich zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden und Muskelschmerzen wie z. B. Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen. Sie sollte drei- bis fünfmal täglich einmassiert werden...

Chronische Schmerzen
Vitamin D hilft (wahrscheinlich)

Einigen Beobachtungsstudien zufolge spielt Vitamin-D-Mangel möglicherweise eine Rolle bei der Entstehung von Schmerzen. Ob eine Supplementation mit Vitamin D auch helfen kann, bestehende Schmerzen zu reduzieren, ist umstritten. Daten einer ersten quantitativen Metaanalyse sprechen für einen schmerzlindernden Effekt.

Quelle: Wu Z et al.: Effect of vitamin D supplementation on pain: a systematic review and meta-analysis. Pain Physician 2016; 19: 415-27

Prävention von Attacken
Medizinisches Cannabis bei Migräne?

Die Anwendung von Cannabis weitet sich über die klassischen Indikationen wie MS-bedingte Spastik etc. aus. Bei weitgehendem Fehlen kontrollierter Studien fassten US-Experten jetzt ihre Erfahrungen zu medizinischem Cannabis bei Migräne-Patienten zusammen. Kann Marihuana die Attackenfrequenz maßgeblich senken?

Quelle: Rhyne DN et al.: Effects of medical marijuana on migraine headache frequency in an adult population. Pharmacotherapy 2016; 36(5): 505-10

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Physio, Biofeedback, Wärme und mehr

Bei Frauen, die unter Dyspareunie leiden, verursachen meist eine ungewollte Kontraktion oder eine zu hohe Anspannung der Beckenbodenmuskulatur Schmerzen. Verschiedene Formen von Physiotherapie können helfen, die Symptome zu verbessern.

Quelle: Rochera MB: Physiotherapy in treating sexual pain disorders in women: a systematic review. Adv Sex Med 2016; 6: 26-32

Spannungskopfschmerzen, Migräne und Co.
Analgetika und gute Ratschläge für Kunden mit Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigen Befindlichkeitsstörungen und sind daher ein wichtiges Beratungsthema in der Apotheke. Die Kunden erwarten die Empfehlung rasch und effektiv wirksamer sowie gut verträglicher Analgetika. Gute Ratschläge, was der Kunde zusätzlich tun kann, um seine Beschwerden zu lindern oder künftig zu vermeiden, runden die Beratung ab.

Kristallines Glucosaminhemisulfat
Effektive Therapie bei früher Gonarthrose

Insbesondere Patienten mit einer noch gut erhaltenen Gelenkstruktur können von einer frühzeitigen und langfristigen Therapie mit kristallinem Glucosaminhemisulfat mit einer reduzierten Rate an Total-Endoprothesen profitieren.

Quelle: Pressekonferenz: „Gonarthrose-Management zwischen evidenzbasierter Leitlinie und Versorgungsrealität“, 17.2.2016, Hamburg, Veranstalter: Meda Pharma Patentiertes kristallines Glucosaminhemisulfat: *z.B. dona® (apothekenpflichtig)

Erhöhtes Risiko für Migräne
Psoriasis sorgt für Kopfzerbrechen

Sowohl Psoriasis als auch Migräne stehen mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko in Verbindung. Gemeinsamkeiten scheint es auch in der Pathophysiologie zu geben, denn das Risiko für Migräne hängt von der Schwere der Psoriasis ab.

Quelle: Egeberg A et al.: Increased risk of migraine in patients with psoriasis: a danish nationwide cohort study. J Am Acad Dermatol 2015; 73: 829-35

Der Schmerz fällt nicht weit vom Stamm
Rückenweh ist erblich

Chronische Nacken- und Rückenschmerzen stellen eine globale Krankheitslast dar. Man fragte sich schon länger, wie viel erbliche Komponente in derartigen Problemen steckt.

Quelle: Lier R et al.: Neck/upper back and low back pain in parents ... Eur J Pain 2015; 19: 762-71

Rückenschmerzen und Mortalität
Hohes Alter, hohes Risiko

Das regionale Auftreten von Schmerzen ist mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko verbunden. Besonders deutlich zeigt sich der Zusammenhang im hohen Alter. Es ist aber nicht jeder gleich betroffen.

Quelle: Docking RE et al.: The relationship between back pain and mortality in older adults varies with disability and gender: ... Eur J Pain 2015; 19(4): 466-72

Therapieoptionen
Pflanzliche Hilfe bei Gelenkschmerzen

Auf der Grundlage des bewährten Brennnesselextraktes der Firma Strathmann wurde mittels eines speziellen Extraktionsverfahrens der Extrakt von Hox alpha® entwickelt. Dieser Brennnesselextrakt reduziert die proinflammatorische Zytokinfreisetzung und greift so in die Entzündungskaskade ...

Schmerzgeplagte Schüler
Mehr Schmerz, mehr Medikamente

Viele Jugendliche leiden unter wiederkehrenden Schmerzen. Wie häufig sie zu Schmerzmitteln greifen, untersuchte eine internationale Vergleichsstudie.

Quelle: Gobina I et al.: Self-reported recurrent pain and medicine use behaviours among 15-year olds ... Eur J Pain 2015; 19(1): 77-84

Standard-Ibuprofen vs. Ibuprofen-Lysinat
Das Lysin-Salz wirkt effektiver

Der Wirkstoff Ibuprofen ist u.a. auf Grund seiner guten Verträglichkeit der am meisten verkaufte Wirkstoff auf dem rezeptfreien deutschen Schmerzmittelmarkt. Häufig ist jedoch nicht bekannt, dass das Ibuprofen-Lysin-Salz effektiver und langanhaltender wirkt als Standard-Ibuprofen.

Quelle: Presseinformation: Moore RA et al. Faster, higher, stronger? Evidence for formulation and efficacy for ibuprofen in acute pain. Pain. 2014;155(1):14-21 Ibuprofen-Lysinat 400 mg: *z.B. Dolormin Extra®, 200 mg: *z.B. Dolormin® Schmerztabletten

Multimodale Therapie eines oft komplexen Problems
Chronische Schmerzen im Alter managen

Laut Studien aus den USA und Europa leidet etwa die Hälfte aller Patienten ab 65 Jahre unter chronischen Schmerzen. Damit einher gehen nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern oft auch psychologische und soziale Probleme. Die Bedürfnisse des Patienten sind individuell und die Möglichkeiten oft begrenzt. Wie geht man am besten vor?

Quelle: Reid MC et al.: Management of chronic pain in older adults. BMJ 2015; 350: h532

Menstruelle Migräne
Erst Bedarfsmedikation, dann Prophylaxe

60 bis 70% aller Frauen mit Migräne stellen eine Abhängigkeit ihrer Kopfschmerzen vom Zyklus fest (=menstruelle Migräne). Ein systematisches, evidenzbasiertes Vorgehen kann diesen Patientinnen helfen.

Quelle: Newman LC, Yugrakh MS: Menstrual migraine: ... Neurol Sci 2014: 35 Suppl 1: 57-60

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