Herz-Kreislauf

Prävention
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Die häufigste Ursache für einen Schlaganfall ist Vorhofflimmern. Das Heimtückische an Vorhofflimmern: Es verläuft gerade im Anfangsstadium meist symptomlos und tritt nur unregelmäßig auf, sodass es selbst bei sporadischen Arztbesuchen oftmals unentdeckt bleibt. Das ...

Neue Studie stellt Ernährungs-Dogma infrage
Salzkonsum und Herz-Kreislauferkrankungen

Hochdruckpatienten können ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflussen, wenn sie sich beim Salzverzehr zurückhalten. Für Menschen ohne Bluthochdruck gilt das jedoch nicht.

Quelle: Pressemitteilung der Dt. Gesellschaft für Endokrinologie vom 8. 8. 2016; Basis: Mente A et al., Lancet 2016 und Stolarz-Skrzypek K et al., J Am Med Assoc 2011

Kompressionsstrümpfe
Tragedauer besser nicht reduzieren

Zur Prophylaxe eines postthrombotischen Syndroms (PTS) sollten betroffene Patienten mindestens zwei Jahre lang elastische Kompressionsstrümpfe tragen. Da das PTSRisiko aber mit der Zeit sinkt, wurde kürzlich vorgeschlagen, die Tragezeit auf ein Jahr zu reduzieren. Einer aktuellen Studie zufolge ist das aber gar keine gute Idee.

Quelle: Mol GC et al.: One versus two years of elastic compression stockings for prevention of postthrombotic syndrome ... BMJ 2016; 353: i2691

Viel Kalium, viel Kohlenhydrate
Erhöhen Kartoffeln den Blutdruck?

Eine hohe Kaliumzufuhr kann helfen, Bluthochdruck vorzubeugen. Als kaliumreiches Lebensmittel gelten Kartoffeln. Diese haben jedoch auch einen hohen glykämischen Index. Sind sie also nun gut oder schlecht für den Blutdruck?

Quelle: Borgi L et al.: Potato intake and incidence of hypertension: results from three prospective US cohort studies. BMJ 2016; 353: i2351

Ischämische Ereignisse
Plättchenhemmer besser abends nehmen?

Akute Koronarsyndrome treten am häufigs - ten in den frühen Morgenstunden auf. Dahinter steckt vermutlich der Anstieg der Thrombozyten-Reaktivität zu dieser Zeit – eine bislang wenig beachtete Tatsache.

Quelle: Sibbing D et al.: Prevention of cardiovascular events ... Thromb Haemost 2016; 115: 3-6

Intensive Lipidsenkung
Nach Infarkt weniger Infarkte

Eine intensive Lipidsenkung mit der Kombinationstherapie aus Ezetimib und Simvastatin führt auch nach einem stattgehabten kardiovaskulären Ereignis im weiteren Verlauf zu einer signifikanten Reduzierung des kardiovaskulären Risikos. Das ist unter anderem auch deshalb interessant, da die meisten Studien nur auf das Erstereignis blicken, aber keine Aussagen zum weiteren Verlauf von Patienten machen können, die ihr Erstereignis überleben.

Quelle: Murphy SA et al.: Reduction in total cardiovascular events with ezetimibe/simvastatin post-acute coronary syndrome. J Am Coll Cardiol 2016; 67(4): 353-61

Antioxidanzien
Coenzym Q10 bei Herzinsuffizienz

Eine aktuelle Studie liefert Interessantes zum Coenzym Q10: 420 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz erhielten im Rahmen einer doppelblinden, multizentrischen Studie zusätzlich zu ihrer Standardmedikation randomisiert entweder 3x/d Q10 (Bio-Qinon Gold) oder Placebo. Nach ...

Herzinsuffizienz
Zu alt für einen ICD?

ICD (implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) wurden in Studien überwiegend an Patienten um die 60 Jahre getestet. In der tatsächlichen Versorgung sind Patienten aber oft älter und multimorbider. Haben ICD dann überhaupt noch einen positiven Effekt?

Quelle: Chen CY et al.: Real world effectiveness ... BMJ 2015; 351: h3529

Fokus auf pflanzliche Proteinquellen
Besser essen für ein gesundes Herz

Statt frisches Obst und Gemüse kommen heute größtenteils verarbeitete fertige Gerichte auf den Teller. Aber was ist wirklich gesund?

Quelle: Anand SS et al.: Food consumption and its impact on cardiovascular disease: Importance of solutions focused on the globalized food system. J Am Coll Cardiol 2015; 66(14): 1590-614

Dick und doch gesund?
Adipositas-Paradoxon

Das Dogma, dass Dicksein krank macht, ist unter Druck geraten. Im Zusammenhang mit dem Diabetes sind die Verhältnisse offenbar besonders komplex.

Quelle: Li W et al.: Body mass index and stroke risk among patients with type 2 diabetes mellitus. Stroke 2015; 46: 164:9

Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes
Glykämischer Index nicht so wichtig

Ein niedriger Glukosespiegel über den Tag senkt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes. Der glykämische Index spielt aber nur eine geringe Rolle.

Quelle: Sacks FM et al.: Effects of high vs low glycemic index of dietary carbohydrate ... JAMA 2014; 312(23): 2531-41

Hypercholesterinämie in fortgeschrittenen Jahren
Ab wann ist es für Statine zu spät?

Neue US-amerikanische Leitlinien zur Statingabe haben die Diskussion um das Management der Hypercholesterinämie neu angefacht. Eine besondere Situation liegt bei alten Patienten vor. Haben sie das Risiko einer koronaren Herzkrankeit schon hinter sich gelassen? Studiendaten zu dieser Frage sind ziemlich dünn gesät.

Quelle: Strandberg TE et al.: Evaluation and treatment of older patients with hypercholesterolemia. A clinical review. JAMA 2014; 312: 1136-44

Wie zuverlässig sind deutsche Hochdruckpatienten?
Therapietreue hängt vom Wirkstoff ab

Die medikamentöse Adhärenz hängt auch von Nebenwirkungen ab. Die in der Literatur angegebenen Quoten liegen zwischen 35 und 97%. Aber gibt es Adhärenz-Unterschiede zwischen den verschiedenen Antihypertensiva-Gruppen?

Quelle: Grimmsmann T et al.: Persistence of antihyper-tensive drug use in German primary care: a follow-up study based on pharmacy claims data. Eur J Clin Pharmacol 2014; 70: 295-301

Fettsäuren-Serumprofil
Mandeln für die Herzgesundheit

Einer aktuellen Studie zufolge können Mandeln das Risiko für koronare Herzerkrankungen senken. In der Cross-over-Studie wurde erhöhter Mandelkonsum mit vermehrtem Muffin-Konsum verglichen.

Quelle: Afshin A et al., Consumption of nuts and legumes and risk of incident ischemic heart disease, stroke and diabetes: a systematic review and meta-analysis. Am J Clin Nutr 2014; 100: 278-88

Wissenschaft
Pistazienkonsum senkt Risiko für Diabetes

Regelmäßiger Pistazienkonsum kann die Insulinresistenz vermindern und vor Typ-2- Diabetes schützen – so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Quelle: ots-Pressemitteilung vom 2. Juni 2014

Psoriasis vulgaris
Auch am Herzen tut sich was

Die Psoriasis vulgaris ist ein Systemleiden, für dessen Pathophysiologie eine entzündliche Reaktionslage und oxidativer Stress eine Rolle spielen. In den letzten Jahren wurden auch Zusammenhänge mit dem kardiovaskulären Risiko aufgedeckt.

Quelle: Bacaksiz A et al.: Epicardial fat thickness in patients with psoriasis vulgaris. Turk Kardiyol Dern Ars 42 (2014) 47-54

Rundumschlag
„Polypille" gegen kardiovaskuläre Risiken

Seit längerem wird das Konzept diskutiert, kardiovaskulär gefährdete Patienten mit einer einzigen Tablette zu versorgen, die ASS, ein Statin und Antihypertensiva enthält.

Quelle: Selak V et al.: Effect of fixed dose comb. treatment on adherence and risk factor control among patients at high risk of cardiovasc. disease: randomised controlled trial in primary care. BMJ 348 (2014) 11

Neue ASS-Tablette
Microaktiv-Technologie für schnellere Auflösung und Resorption

Anfang Juli 2014 hat Bayer eine neu formulierte Aspirin-Tablette eingeführt. Das pharmakokinetische Profil der neuen Tablette gleicht dem einer Brausetablette – nur wird sie einfach geschluckt.

Quelle: Pressekonferenz „Die Aspirinnovation – doppelt so schnelle Schmerzlinderung“, 14. Mai 2014, Bitterfeld; Veranstalter: Bayer Vital GmbH, Leverkusen

Frauen mit Diabetes
Ungerecht verteiltes Apoplex-Risiko

Der Diabetes geht mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einher. Das bedeutet nicht nur mehr Herzinfarkte, sondern auch mehr Hirnschläge. Letzeres Risiko scheint aber zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt zu sein.

Quelle: Peters SAE et al.: Diabetes as a risk factor for stroke in women compared with men: a systematic review and metaanalysis of 64 cohorts, including 775 385 individuals and 12 539 strokes. Lancet 383 (2014) 1973-1980

Verdacht bestätigt
Hypoglykämie fördert Herzrhythmusstörungen

Vor allem nächtlicher Unterzucker scheint der Entstehung kardialer Arrhythmien bei fortgeschrittenem Diabetes Vorschub zu leisten. Diesen Verdacht bestätigt eine britische Studie. Über die pathophysiologischen Zusammenhänge wird spekuliert.

Quelle: Chow E et al.: Risk of cardiac arrhythmias during hypoglycemia in patients with type 2 diabetes and cardiovascular risk. Diabetes 63 (2014) 1738-1747

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