Herz-Kreislauf

Analgesie bei kardialem Risiko
Selektives NSAR (etwas) sicherer

Gastrointestinale Blutungen sind in den USA der häufigste Anlass für Klinikeinweisungen mit gastrointestinaler Indikation. Das Risiko dafür ist besonders hoch, wenn Acetylsalicylsäure (ASS) und ein NSAR kombiniert werden.

Quelle: Chan FKL et al.: Gastrointestinal safety of celecoxib versus naproxen in patients with cardiothrombotic diseases .... Lancet 2017; 389: 2375-82

Atherosklerose-Risiko
Gen als Ansatz für Lipidsenkung

Funktionslose Varianten des Gens ANGPTL3 (angiopoietin-like 3 gene) sind mit einer Erniedrigung von Triglyzeriden und Cholesterinfraktionen assoziiert. Ungeklärt war bisher, ob solche Varianten oder ein therapeutischer Antagonismus des Genprodukts ANGPTL3 mit einer Verminderung des Atherosklerose-Risikos einhergehen.

Quelle: Dewey FE et al.: Genetic ... inactivation of ANGPTL3 and cardiovascular disease. NEJM 2017; 377: 211-21

Kardiovaskuläres Risiko
Tai Chi senkt Entzündungsmarker

Frauen haben allgemein ein höheres kardiovaskuläres Risiko als Männer. Neben Arteriosklerose tragen verschiedene physische und psychische Faktoren dazu bei. Stress, Erschöpfung und einige weitere Risikofaktoren lassen sich einer aktuellen Studie zufolge durch Tai Chi reduzieren.

Quelle: Robins JL et al.: The effects of Tai Chi on ... Am J Health Promot 2016; 30(8): 613-22

Diabetiker mit Herzinsuffizienz
Das kardiovaskuläre Risiko mit den richtigen Medikamenten in Schach halten

Die Prävalenz der Herzinsuffizienz ist bei Diabetikern sehr hoch, die Prognosen dabei relativ schlecht. Therapiert wird die Herzinsuffizienz bei diabetischen Patienten im Prinzip wie bei anderen Patienten auch. Bei der Wahl des Antidiabetikums gibt es für den Arzt allerdings einiges zu beachten.

Quelle: Lehrke M, Marx N: Diabetes mellitus and heart failure. Am J Med 2017; 130(6S): S40-S50

Prävention
aponorm® Professionell Touch

Die häufigste Ursache für einen Schlaganfall ist Vorhofflimmern. Das Heimtückische an Vorhofflimmern: Es verläuft gerade im Anfangsstadium meist symptomlos und tritt nur unregelmäßig auf, sodass es selbst bei sporadischen Arztbesuchen oftmals unentdeckt bleibt. Das ...

Koronare Herzkrankheit
Tödlicher Jojo-Effekt

Gewichtsreduktion ist eine elementare Maßnahme im Kampf gegen kardiovaskuläre Erkrankungen. Häufig halten die Abnehmerfolge jedoch nicht lange, und der „Jojo-Effekt“ stellt sich ein. Dieser kann das kardiovaskuläre Risiko erhöhen, was bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) besonders folgenreich sein kann.

Quelle: Bangalore S et al.: Body-weight fluctuations and outcomes ... N Engl J Med 2017; 376(14): 1332-40

Neue Studie stellt Ernährungs-Dogma infrage
Salzkonsum und Herz-Kreislauferkrankungen

Hochdruckpatienten können ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflussen, wenn sie sich beim Salzverzehr zurückhalten. Für Menschen ohne Bluthochdruck gilt das jedoch nicht.

Quelle: Pressemitteilung der Dt. Gesellschaft für Endokrinologie vom 8. 8. 2016; Basis: Mente A et al., Lancet 2016 und Stolarz-Skrzypek K et al., J Am Med Assoc 2011

Kompressionsstrümpfe
Tragedauer besser nicht reduzieren

Zur Prophylaxe eines postthrombotischen Syndroms (PTS) sollten betroffene Patienten mindestens zwei Jahre lang elastische Kompressionsstrümpfe tragen. Da das PTSRisiko aber mit der Zeit sinkt, wurde kürzlich vorgeschlagen, die Tragezeit auf ein Jahr zu reduzieren. Einer aktuellen Studie zufolge ist das aber gar keine gute Idee.

Quelle: Mol GC et al.: One versus two years of elastic compression stockings for prevention of postthrombotic syndrome ... BMJ 2016; 353: i2691

Viel Kalium, viel Kohlenhydrate
Erhöhen Kartoffeln den Blutdruck?

Eine hohe Kaliumzufuhr kann helfen, Bluthochdruck vorzubeugen. Als kaliumreiches Lebensmittel gelten Kartoffeln. Diese haben jedoch auch einen hohen glykämischen Index. Sind sie also nun gut oder schlecht für den Blutdruck?

Quelle: Borgi L et al.: Potato intake and incidence of hypertension: results from three prospective US cohort studies. BMJ 2016; 353: i2351

Ischämische Ereignisse
Plättchenhemmer besser abends nehmen?

Akute Koronarsyndrome treten am häufigs - ten in den frühen Morgenstunden auf. Dahinter steckt vermutlich der Anstieg der Thrombozyten-Reaktivität zu dieser Zeit – eine bislang wenig beachtete Tatsache.

Quelle: Sibbing D et al.: Prevention of cardiovascular events ... Thromb Haemost 2016; 115: 3-6

Intensive Lipidsenkung
Nach Infarkt weniger Infarkte

Eine intensive Lipidsenkung mit der Kombinationstherapie aus Ezetimib und Simvastatin führt auch nach einem stattgehabten kardiovaskulären Ereignis im weiteren Verlauf zu einer signifikanten Reduzierung des kardiovaskulären Risikos. Das ist unter anderem auch deshalb interessant, da die meisten Studien nur auf das Erstereignis blicken, aber keine Aussagen zum weiteren Verlauf von Patienten machen können, die ihr Erstereignis überleben.

Quelle: Murphy SA et al.: Reduction in total cardiovascular events with ezetimibe/simvastatin post-acute coronary syndrome. J Am Coll Cardiol 2016; 67(4): 353-61

Antioxidanzien
Coenzym Q10 bei Herzinsuffizienz

Eine aktuelle Studie liefert Interessantes zum Coenzym Q10: 420 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz erhielten im Rahmen einer doppelblinden, multizentrischen Studie zusätzlich zu ihrer Standardmedikation randomisiert entweder 3x/d Q10 (Bio-Qinon Gold) oder Placebo. Nach ...

Herzinsuffizienz
Zu alt für einen ICD?

ICD (implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) wurden in Studien überwiegend an Patienten um die 60 Jahre getestet. In der tatsächlichen Versorgung sind Patienten aber oft älter und multimorbider. Haben ICD dann überhaupt noch einen positiven Effekt?

Quelle: Chen CY et al.: Real world effectiveness ... BMJ 2015; 351: h3529

Fokus auf pflanzliche Proteinquellen
Besser essen für ein gesundes Herz

Statt frisches Obst und Gemüse kommen heute größtenteils verarbeitete fertige Gerichte auf den Teller. Aber was ist wirklich gesund?

Quelle: Anand SS et al.: Food consumption and its impact on cardiovascular disease: Importance of solutions focused on the globalized food system. J Am Coll Cardiol 2015; 66(14): 1590-614

Dick und doch gesund?
Adipositas-Paradoxon

Das Dogma, dass Dicksein krank macht, ist unter Druck geraten. Im Zusammenhang mit dem Diabetes sind die Verhältnisse offenbar besonders komplex.

Quelle: Li W et al.: Body mass index and stroke risk among patients with type 2 diabetes mellitus. Stroke 2015; 46: 164:9

Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes
Glykämischer Index nicht so wichtig

Ein niedriger Glukosespiegel über den Tag senkt das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes. Der glykämische Index spielt aber nur eine geringe Rolle.

Quelle: Sacks FM et al.: Effects of high vs low glycemic index of dietary carbohydrate ... JAMA 2014; 312(23): 2531-41

Hypercholesterinämie in fortgeschrittenen Jahren
Ab wann ist es für Statine zu spät?

Neue US-amerikanische Leitlinien zur Statingabe haben die Diskussion um das Management der Hypercholesterinämie neu angefacht. Eine besondere Situation liegt bei alten Patienten vor. Haben sie das Risiko einer koronaren Herzkrankeit schon hinter sich gelassen? Studiendaten zu dieser Frage sind ziemlich dünn gesät.

Quelle: Strandberg TE et al.: Evaluation and treatment of older patients with hypercholesterolemia. A clinical review. JAMA 2014; 312: 1136-44

Wie zuverlässig sind deutsche Hochdruckpatienten?
Therapietreue hängt vom Wirkstoff ab

Die medikamentöse Adhärenz hängt auch von Nebenwirkungen ab. Die in der Literatur angegebenen Quoten liegen zwischen 35 und 97%. Aber gibt es Adhärenz-Unterschiede zwischen den verschiedenen Antihypertensiva-Gruppen?

Quelle: Grimmsmann T et al.: Persistence of antihyper-tensive drug use in German primary care: a follow-up study based on pharmacy claims data. Eur J Clin Pharmacol 2014; 70: 295-301

Fettsäuren-Serumprofil
Mandeln für die Herzgesundheit

Einer aktuellen Studie zufolge können Mandeln das Risiko für koronare Herzerkrankungen senken. In der Cross-over-Studie wurde erhöhter Mandelkonsum mit vermehrtem Muffin-Konsum verglichen.

Quelle: Afshin A et al., Consumption of nuts and legumes and risk of incident ischemic heart disease, stroke and diabetes: a systematic review and meta-analysis. Am J Clin Nutr 2014; 100: 278-88

Wissenschaft
Pistazienkonsum senkt Risiko für Diabetes

Regelmäßiger Pistazienkonsum kann die Insulinresistenz vermindern und vor Typ-2- Diabetes schützen – so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Quelle: ots-Pressemitteilung vom 2. Juni 2014

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