Ernährung

Adipositas
Wie mit Medikamenten abnehmen?

Es gibt verschiedene Pharmaka, mit denen das Abnehmen erleichtert werden soll. Es gibt allerdings nur wenige Studien, in denen ein Vergleich zwischen den verschiedenen Wirkstoffen angestellt wurde.

Quelle: Khera R et al.: Association of pharmacological treatments for ... JAMA 2016; 315: 2424-34

Metabolisches Syndrom
Wer profitiert von Metformin?

Patienten mit metabolischem Syndrom entwickeln mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Diabetes. Metformin kann der Progression entgegenwirken, doch profitieren nicht alle Patienten gleichermaßen.

Quelle: Stover L et al.: Which patients with metabolic syndrome benefit most from metformin? J Fam Pract 2016; 65(11): 832-4

Fruktoseintoleranz
Ein völliger Verzicht ist meist nicht nötig

Auch Menschen mit einer Fruktoseintoleranz müssen in der Regel nicht ganz auf Fruktose in der Nahrung verzichten – unterhalb eines individuellen Schwellenwertes wird der Einfachzucker meist toleriert.

Adipositas-Epidemie
So dick war Deutschland noch nie

In der Altersklasse der Berufstätigen ist das Übergewicht heutzutage so weit verbreitet, dass es keine Ausnahme mehr darstellt, sondern der Normalzustand ist.

Quelle: Pressemitteilung der DGE vom 1.2.2017

Mehr als faule Ausreden
Keine Zeit und kein Geld für Gesundheit

Regelmäßige Bewegung und das Zubereiten von gesundem Essen kosten Zeit und Geld. Bei diesen Aussagen handelt es sich jedoch nicht immer nur um bequeme Ausreden, sondern oft um ein reales und durchaus relevantes Problem.

Quelle: Venn D, Strazdins L: Your money or your time? How both types of scarcity matter to physical activity and healthy eating. Soc Sci Med 2016; Epub Nov 2; doi: 10.1016/j.socscimed.2016.10.023

Generationseffekt
Adipositas-Gene stärker mit BMI assoziiert

Begonnen hat die Adipositas-Epidemie in den USA in den 70er Jahren. Wer damals jung war, lebte den Großteil seines Lebens unter immer adipogeneren Lebensbedingungen. Vorherige Generationen erlebten den Wandel dagegen erst in höherem Alter. Das Leben unter dauerhaft Übergewicht- fördernden Einflüssen sorgt auch für einen zunehmenden Einfluss des genetischen Adipositas-Risikos auf den BMI.

Quelle: Walter S et al.: Association of a genetic risk score with body mass index across different birth cohorts. JAMA 2016; 316(1): 63-9

Neue Studie stellt Ernährungs-Dogma infrage
Salzkonsum und Herz-Kreislauferkrankungen

Hochdruckpatienten können ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflussen, wenn sie sich beim Salzverzehr zurückhalten. Für Menschen ohne Bluthochdruck gilt das jedoch nicht.

Quelle: Pressemitteilung der Dt. Gesellschaft für Endokrinologie vom 8. 8. 2016; Basis: Mente A et al., Lancet 2016 und Stolarz-Skrzypek K et al., J Am Med Assoc 2011

Zellalterung
Fleischesser: längere Telomere

Ein ungesunder Lebensstil könnte die Länge der Telomere an den Chromosomenenden und damit die Lebenserwartung verkürzen. Einer aktuellen Studie zufolge spielt der Verzehr von rotem Fleisch, tatsächlich eine Rolle – allerdings anders als vermutet.

Quelle: Kasielski M et al.: The relationship between ...unexpected effect of red meat. Nutr J 2016; 15(1): 68

Gicht-Therapie
Tipps zum Umgang mit Allopurinol

Gicht ist mehr als ein schmerzhaftes Großzehengrundgelenk. Gicht wird heutzutage mehr und mehr als systemische Erkrankung verstanden, bei der es auch zahlreiche Komorbiditäten zu beachten gilt. Eine Übersichtsarbeit aus Australien gibt aktuelle Tipps zur Therapie der Gicht mit Allopurinol, einem der am häufigsten verwendeten Gicht-Präparate.

Quelle: Robinson PC, Stamp LK: The management of gout: much has changed. Aust Fam Physician 2016; 45(5): 299-302

Roh, gebraten oder gekocht?
Fisch bei Gicht richtig zubereiten

Fisch gilt als gesund, wenn es um Risiken am Herz-Kreislauf-System geht. Aber Fisch enthält auch Purin, welches zu erhöhten Harnsäurespiegeln (Hyperurikämie) und Gicht führen kann. Man kann Fisch aber so zubereiten, dass die „Purin-Last“ möglichst niedrig ausfällt.

Quelle: Ren Z et al.: The consumption of fish cooked by different methods was related to the risk of hyperuricemia in Japanese adults: A 3-year follow-up study. Nutr Metab Cardiovasc Dis 2016; Epub May 28; doi: 10.1016/j.numecd.2016.05.009

Egal ob dick oder dünn
Mehr an Sport, weniger an Gewicht denken!

Übergewicht hat viele negative gesundheitliche Konsequenzen, weshalb Abnehmen allen Dicken dringend angeraten ist. Viel wichtiger für die allgemeine Gesundheitsprävention ist laut dem US-amerikanischen parlamentarischen Gesundheitskomitee aber, dass man sich mehr bewegen sollte – und zwar nicht nur Übergewichtige, sondern alle Menschen.

Quelle: O’Dowd A: GPs should urge patients to focus on physical activity rather than obesity, say MPs. BMJ 2015; 350: h1629

Pummelchen leben länger
Optimaler BMI bei 27 kg/m²?

Laut WHO liegt der optimale BMI zwischen 18,5 und 25 kg/m². Einer aktuellen Studie zufolge ist der mit der geringsten Mortalität assoziierte BMI aber 27 kg/m².

Quelle: Afzal S et al.: Change in body mass index associated with lowest mortality in denmark, 1976- 2013. JAMA 2016; 315(18): 1898-96

Ess-Störungen
Häufig auch bei älteren Frauen

Da Folgeerkrankungen von Ess-Störungen besonders für Patientinnen in höherem Alter gefährlich werden können, sollten diese umgehend behandelt werden.

Quelle: Podfigurgna-Stopa A et al.: Eating disorders in older women. Maturitas 2015; 82: 146-52

Gesunder Lebensstil verhindert Trübung der Augenlinse
Vitamin-C-reiche Ernährung und Sport schützen vor Grauem Star

Fast zehn Millionen Menschen sind hierzulande von der Augenkrankheit „Grauer Star“ betroffen. Gesunde Ernährung mit viel Vitamin C kann das Risiko für die Trübung der Augenlinse um rund ein Drittel senken, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft vom 12.5.2016

Krustentiere, Innereien und Hülsenfrüchte
Bei Gicht auf purinreiche Lebensmittel verzichten

Üppiges, fettes Essen mit reichlich Alkohol sind häufig Auslöser für einen akuten Gichtanfall. Die eigentliche Ursache für Gicht ist jedoch meist eine genetische Veranlagung, die zu einem erhöhten Harnsäurespiegel führt.

Gesunde Kost
Wer Nüsse isst, lebt länger

Forscher in den Niederlanden befragten über 120 800 Männer und Frauen im Alter zwischen 55 und 69 zu ihren Lebensstil- und Ernährungsgewohnheiten. Dabei wurde auch erfasst, wie oft und wie viel Nüsse, Erdnüsse und Erdnussbutter die Teilnehmer konsumierten. Zehn Jahre spä...

Quelle: Van den Brandt PA, Schouten LJ: Int J Epidemiol 2015; 44(3): 1038-49

Adipositas und Kognition
Dick und doof? Das gilt nicht (mehr)!

Adipositas gilt als Risikofaktor für so manche Erkrankung. Sie könnte im Alter auch die kognitiven Funktionen negativ beeinflussen, meint man. Es ist aber gerade anders herum, stellten Forscher aus Südkorea fest.

Quelle: Kim S et al.: Body mass index and decline of cognitive function. PLoS One 2016; 11(2): e0148908

Übergewichtige überkompensieren nicht
Lieber fasten als frühstücken?

Laut Studien holen schlanke Menschen, die auf ein Frühstück verzichten, das Kaloriendefizit beim Mittagessen nach. Nun baten Forscher Übergewichtige zu Tisch und gelangten zu einem anderen Ergebnis.

Quelle: Chowdhury EA et al.: Effect of extended morning fasting ... Int J Obes 2016; 40: 305-11

Hülsenfrüchte
Wertvolle Eiweißlieferanten

Um sie mehr in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, haben die Vereinten Nationen (UN) das Jahr 2016 zum „Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte“ erklärt.

Quelle: Pressemitteilung der FH Münster, vom 28.01.2016

Antioxidanzien
Immunsystem stärken

Unausgewogene Ernährung, ungesunde Lebensweise, andauernder Stress, aber auch höheres Lebensalter, chronische Erkrankung und bestimmte Arzneimittel können die Immunabwehr beeinträchtigen. Vermehrte Infektionen, Krankheitsgefühl, Müdigkeit und Abgeschlagenheit kö...

GFI Der Medizin-Verlag

Anschrift

GFI. Gesellschaft für medizinische Information mbH
Paul-Wassermann-Straße 15
81829 München

Telefon: +49 89 4366300
Fax: +49 89 436630210
E-Mail: info@gfi-online.de

Copyright © 2017, GFI | AGB | Sicherheit und Datenschutz | Impressum