Diabetes

Live mitgezeichnet
Das bewegt beim Thema Diabetes

Bei der Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ in Nürnberg veranschaulichte ein Live-Zeichner das Thema Diabetes auf ganz neue Weise: Stichworte, bunte Sprechblasen und Zahlen fassten die Vorträge und Interviews am Aktionsstand auf einer großen Leinwand zusammen.

Quelle: Pressekonferenz: „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“, Nürnberg, 24. Juli 2017, Veranstalter: Sanofi

Mit guten Essgewohnheiten Typ-2-Diabetes vorbeugen
Gesundes Frühstück und Pausenbrot

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass häufiges Auslassen der Morgenmahlzeit die Entstehung von Übergewicht fördert, was wiederum die Entwicklung von Typ-2-Diabetes begünstigen kann.

Kinder mit Diabetes
„Früher Typ 2" schlimmer als „früher Typ 1"

Kinder und Jugendliche mit Diabetes sollten besonders engmaschig überwacht werden, insbesondere mit Blick auf evtl. Komplikationen. Darauf weisen die erschreckenden Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie hin.

Quelle: Dabelea D et al.: Association of type 1 diabetes vs type 2 diabetes diagnosed during childhood and adolescence with complications during ... JAMA 2017; 317(8): 825-35

Diabetische Retinopathie
Fetten Fisch essen

Einer Studie zufolge können Diabetiker neben ihrem kardiovaskulären Risiko auch das Retinopathie-Risiko senken, wenn sie regelmäßig fetten Meeresfisch essen und so ihren Bedarf an Omega-3-Fettsäuren decken. Zwar konnte dieser günstige Effekt nicht in Supplementationsstudien reproduziert werden, doch der Großteil verfügbarer Studien sagt: Fisch essen hat viele Vorteile.

Quelle: Chew EY: Dietary ... JAMA 2017; 317: 2226-7

Gilt auch ohne Retinopathie
Diabetes macht farbenblind

Typ-2-Diabetiker, die an einer Retinopathie leiden, entwickeln mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Störungen im Farbensehen. Neue Daten aus Asien zeigen, dass Diabetiker ohne Retinopathie aber ebenfalls oft betroffen sein können.

Quelle: Tan NC et al.: Factors associated with impaired color vision ... BMC Endocr Disord 2017; 17(1): 29

Diabetiker mit Herzinsuffizienz
Das kardiovaskuläre Risiko mit den richtigen Medikamenten in Schach halten

Die Prävalenz der Herzinsuffizienz ist bei Diabetikern sehr hoch, die Prognosen dabei relativ schlecht. Therapiert wird die Herzinsuffizienz bei diabetischen Patienten im Prinzip wie bei anderen Patienten auch. Bei der Wahl des Antidiabetikums gibt es für den Arzt allerdings einiges zu beachten.

Quelle: Lehrke M, Marx N: Diabetes mellitus and heart failure. Am J Med 2017; 130(6S): S40-S50

Typ-2-Diabetes umkehren
Kinder auf Radikaldiät

Entsteht ein Typ-2-Diabetes im Kindes- und Jugendalter, kann ein „schnelles und hartes Eingreifen“ den progredienten Erkrankungsprozess umkehren. Das zeigte eine Studie aus Australien, in der man acht diabetische Kinder auf eine radikale Diät setzte.

Quelle: Gow RL et al.: Reversal of type 2 diabetes in youth who adhere to a very-low-energy diet: a pilot study. Diabetologia 2017; 60(3): 406-15

Einfach patientenindividuell therapieren
ABCD-Regel jetzt auch für Diabetes

Schon die Ergebnisse der mehr als 20 Jahre alten UKPDS-Studie legten für Typ-2-Diabetiker ein generelles HbA1c-Ziel von ≤ 7% nahe. In letzter Zeit scheint aber mehr und mehr die individuelle Anpassung des HbA1c-Zielwertes en vogue zu sein. Mit welchen therapeutischen Maßnahmen man den Blutzucker in der Praxis aber am besten einstellt – und das zudem patientenindividuell – dazu schweigen sich viele Leitlinien aus. Daher wurde nun in einer Übersichtsarbeit zusammengefasst, anhand welcher Patienten-Phänotypen die am besten geeignete Therapie ausgewählt werden kann. Praktischerweise kam dabei ein ABCD-Schema heraus – zumindest auf Englisch. Und in Zukunft könnte sogar noch ein „E“ für „Etiology“ hinzukommen.

Quelle: Lyssenko V et al.: Personalized therapy by phenotype and genotype. Diab Care 2016; 39 (suppl2): S127-36

Inkretin-Therapie
Vorsicht bei Kombi mit Sulfonylharnstoffen

Hypoglykämien gehören zu den gravierendsten Komplikationen der Diabetes- Therapie. Es ist daher wichtig zu wissen, welche Regime mit einem besonders hohen Unterzuckerungsrisiko einhergehen.

Quelle: Salvo F et al.: Addition od dipeptidyl peptidase-4 inhibitors ... BMJ 2016; 353: i2231

Mehr Bewegung für Menschen mit Diabetes
Statt Sport einfach weniger sitzen

Regelmäßiger Sport ist ein Eckpfeiler in der Diabetestherapie. Daran halten tun sich allerdings die wenigsten. Eine einfache und effektivere Lösung präsentierte eine aktuelle Studie: Statt Sporteinheiten sollten die Typ-2-Diabetiker einfach häufiger aufstehen und ein paar Schritte machen, statt durchgehend zu sitzen.

Quelle: Duvivier BMFM et al.: Breaking sitting with light activities ... Diabetologia 2017; 60(3): 490-8

Aktion
Diabetesaktion „Gesünder unter 7 PLUS"

Ein Kreis, ein Pfeil, ein Männchen und zwei Schlagworte – schon war die Aussage von Professor Dr. Matthias Blüher, Leipzig, über Diabetes zeichnerisch festgehalten. Noch eine Sprechblase und die Antwort auf eine Nachfrage des TV-Moderators Markus Appelmann fanden ihren Platz auf...

Mikrovaskuläre Komplikationen in Grenzen halten
Blutzuckersenkung ist nicht alles

Es gilt als unbestritten, dass eine sorgfältige Einstellung der Stoffwechsellage bei Typ-2-Diabetikern das Risiko der Entwicklung mikrovaskulärer Komplikationen senkt. Man kann diese Bemühungen aber auch durch andere Maßnahmen fördern.

Quelle: Valencia WM et al.: How to prevent the micro-vascular complications of type 2 diabetes beyond glucose control. BMJ 2017; 356: i6505

Autonome Neuropathie
Indikatorpflaster zur Früherkennung

Das diabetische Fußsyndrom gehört zu den häufigsten und schwersten Komplikationen eines Diabetes. Ein Indikatorpflaster, das die Funktion der Schweißsekretion untersucht, ermöglicht eine schnelle und objektive Beurteilung des Risikos einer diabetischen Neuropathie. Der einfache Test kann vom Patienten selbstständig durchgeführt werden.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Diabetes-Management aus Deutschland“, Frankfurt, 15. Februar 2017; Veranstalter Sanofi Indikatorpflaster: neuropad®

Diabetes
Gluco-test DUO: Handlich und zuverlässig

Das Blutzuckermessgerät von Aristo, das Gluco-test DUO, zeichnet sich durch eine einfache Handhabung aus: Ein großes Display und extra breite Teststreifen machen auch älteren Patienten die Nutzung leicht. Da keine Codierung erforderlich ist, ist das Gerät sofort einsatzbereit. ...

Typ-2-Diabetes bei älteren Patienten
Was gegen eine intensivierte Therapie spricht

In den großen randomisierten Studien zur medikamentösen Therapie des Typ-2-Diabetes wurden Patienten, die älter als 80 Jahre waren, meist ausgeschlossen. Deshalb ist die Datenlage für diese Patientengruppe ziemlich schwach. Eine aktuelle Übersichtsarbeit stellte nun Empfehlungen nach bestmöglicher Evidenz zur medikamentösen Therapie von älteren Typ-2-Diabetikern zusammen: Häufig ist eine intensivierte Blutglukose-Kontrolle mit niedrigen HbA1c-Zielwerten (< 7,0%) gar nicht die beste Option – z. B. bei Nebenwirkungen oder einer geringen Lebenserwartung der Patienten, die einen möglichen vaskulären Nutzen des niedrigen HbA1c gar nicht mehr erleben.

Quelle: Lipska K et al.: Polypharmacy in the aging patient: A review of glycemic control in older adults with type 2 diabetes. JAMA 2016; 315: 1034-45

Typ-1-Diabetes und Epilepsie
Nicht nur Hypoglykämie-bedingte Anfälle!

Hypoglykämien können einen epileptischen Anfall auslösen. Möglicherweise haben Typ-1-Diabetiker zudem ein erhöhtes Risiko für genuine Epilepsien. Das vorläufige Ergebnis aus Kohortenstudien zeigte nun ein um das Dreifache erhöhtes Risiko.

Quelle: Dafoulas GE et al.: Type 1 diabetes mellitus and risk of incident epilepsy: a population-based, open-cohort study. Diabetologia 2017; 60: 258-61

Kinder mit Typ-1-Diabetes
Hörprobleme sind häufig

Die periphere Neuropathie zählt zu den häufigsten diabetischen Komplikationen und kann auch das Gehör betreffen. Zwar zeigen Kinder mit Typ-1-Diabetes nicht unbedingt erhöhte Hörschwellen, oft aber Defizite in der Sprachwahrnehmung.

Quelle: Rance G et al.: Functional hearing deficits in children with type 1 diabetes. Diabet Med 2016; 33: 1268-74

Therapeutische Ansatzpunkte bei Typ-2-Diabetes
Der Gastrointestinaltrakt als Zielobjekt

Die derzeit verfügbaren Antidiabetika und invasiven Maßnahmen setzen zu einem beträchtlichen Teil am Magen-Darm-Trakt an. Es gibt aber noch weitergehende Überlegungen, diese Organe in das Therapiemanagement des Diabetes mellitus einzubeziehen.

Quelle: Bauer PV et al.: Targeting the GI-tract to treat type 2 diabetes. J Endocrinol 2016; 230: R95-R113

Therapie des Typ-2-Diabetes
Plädoyer für frühen Einsatz von Insulin

Weltweit wird der Typ-2-Diabetes spät diagnostiziert und entsprechend spät behandelt. Dann führt die lange Exposition gegenüber hohen Blutzuckerwerten unvermeidlich zu irreversiblen Komplikationen. 

Quelle: Lovre D et al.: Benefits of timely basal insulin ... J Diabetes Complications. 2015; 29: 295-301 

Induzierte Insulinresistenz
HCV und Diabetes

Eine chronische Hepatitis C ist häufig mit einer Fettleber assoziiert. Vieles spricht dafür, dass das Virus auch die Insulinresistenz beeinflusst.

Quelle: Kralj D et al.: Hepatitis C virus, insulin resistance, and steatosis. J Clin Transl Hepatol 2016; 4: 66-75

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